Der Sustenpass in der Zentralschweiz vervollständigt das Trio der großen Schweizer Alpenpässe neben der Furka und dem Grimsel — ein Anstieg mit bemerkenswert sorgfältig angelegter, in den Fels gehauener Streckenführung, der direkt auf den Steingletscher blickt.
Eine ingenieurtechnische Straße, in den Berg gehauen
Ab Wassen steigt die Straße auf 19 km um 1400 Höhenmeter an, im Schnitt 7,4 %, durch eine Abfolge von Tunneln und Viadukten, die für ihren Bau zwischen 1938 und 1946 charakteristisch sind. Die Landschaft öffnet sich allmählich zu Almweiden und dann zu einer Hochgebirgskulisse, bis kurz vor dem Gipfel ein direkter Blick auf den Steingletscher freigegeben wird.
Wie man die Tour angeht
Eine Kompakt- oder Dreifachkurbel bleibt auf den steilsten Rampen der zweiten Hälfte des Anstiegs nützlich. Die Nähe des Steingletschers macht die Luft am Gipfel spürbar kühler: Warme Kleidung wird für die Abfahrt empfohlen, unabhängig davon, welche Seite befahren wird.
Wann hinaufklettern
Von Juni bis September, da die Straße den Rest des Jahres in dieser Höhe schneebedingt gesperrt bleibt. Der Verkehr, der mangels touristischer Station am Gipfel moderater ausfällt als an den benachbarten Pässen Furka und Grimsel, macht den Anstieg selbst in der Hochsaison besonders angenehm.
Gut zu wissen
Wassen am Fuß des Passes auf Urner Seite und Innertkirchen auf Berner Seite bieten ein ausreichendes Angebot an Unterkünften, mit praktischem Zugang, um diesen Pass mit der Furka und dem Grimsel bei einem Aufenthalt rund um die großen Pässe der Zentralschweiz zu kombinieren.
