Der Passo del Mortirolo, zwischen Mazzo di Valtellina und dem Passo di Foppa, erreicht nur 1852 m Höhe, zählt aber regelmäßig zu den härtesten Straßenpässen der Welt: 12,4 km bei durchschnittlich 10,5 %, ohne einen Meter Erholung.
Eine Steigung, die keine Verschnaufpause lässt
Von Mazzo di Valtellina aus taucht die Straße fast sofort in den Wald ein, mit einer Steigung, die bereits in den ersten Hundertmetern 12 % übersteigt und in den steilsten Passagen örtlich 18 % erreicht. Anders als bei längeren Pässen mit wechselnden Steigungsprozenten hält der Mortirolo eine nahezu konstante Schwierigkeit über den gesamten Anstieg.
Bei Kehre 11 würdigt eine Büste zum Gedenken an Marco Pantani den italienischen Kletterer, der einen Teil seiner Legende an diesen Hängen beim Giro d’Italia schrieb — ein üblicher Haltepunkt für Radfahrer, die die Pilgerfahrt antreten.
Wie man die Tour angeht
Eine Kassette mit großer Bandbreite (11-32 oder mehr) ist auf diesem Pass kein Luxus: Die Gleichmäßigkeit der Steigung lässt keine Erholung zu und verlangt von Anfang an ein umsichtiges Kräftemanagement. Am besten startet man deutlich unter dem Tempo, das man zu halten glaubt.
Wann hinaufklettern
Von Juni bis September, da die Straße in diesem Zeitraum ohne Schneerisiko befahrbar bleibt. Der Schatten des Waldes auf einem Großteil der Strecke macht den Anstieg selbst bei sommerlicher Hitze erträglich, im Gegensatz zu stärker exponierten Pässen.
Gut zu wissen
Mazzo di Valtellina und Grosio, kleine Ortschaften im Veltlin, bieten eine begrenzte, aber für eine Zwischenstation ausreichende Auswahl an Unterkünften, mit praktischem Zugang zum Passo di Gavia, weniger als eine Autostunde entfernt, für einen Aufenthalt rund um die anspruchsvollsten Pässe der Lombardei.