Oberhalb von Bardonecchia führt der Colle del Sommeiller zu einem der höchstgelegenen, mit dem Auto befahrbaren Punkte Europas – ein außergewöhnliches Abenteuer zwischen Asphalt und mineralischem Hochgebirge.
Ein Anstieg in zwei Welten
Von Bardonecchia aus sind es rund 26 km bei fast 1.700 Höhenmetern bis zum Gipfel auf 2.993 m Höhe (je nach Quelle bis zu 3.009 m). Nur die ersten 6 Kilometer sind asphaltiert; der Rest wechselt zu einer Kiespiste und im Verlauf des Anstiegs zu einem Geröllfeld.
Eine Straße, geboren für einen Skigletscher
Zwischen 1963 und 1965 gebaut, um Sommerskilauf auf dem Sommeiller-Gletscher zu ermöglichen, trägt diese Straße den Namen von Germain Sommeiller, dem savoyischen Ingenieur des Eisenbahntunnels von Fréjus, der etwas weiter unten beginnt. Sie führt durch das Rochemolles-Tal, bevor sie zu einem türkisfarbenen Gletschersee am Gipfel aufsteigt.
Wie man die Tour angeht
Ein Gravelbike oder MTB mit breiten Reifen ist ab dem Ende des asphaltierten Abschnitts unerlässlich. Viele Radfahrer entscheiden sich, vor dem Gipfel anzuhalten, wenn später Schnee oder der Zustand des Geröllfelds die Weiterfahrt zu riskant machen – die Tour bleibt auch ohne die 2.993 m vollkommen lohnend.
Wann hinauffahren
Nur von Juli bis September: Das Zeitfenster ist kurz, da auf dieser sehr hoch gelegenen Strecke Schnee liegen bleiben oder früh wieder fallen kann.
Gut zu wissen
Der Gipfel beherbergt einen türkisfarbenen Gletschersee von beeindruckender Farbe – die visuelle Belohnung für Radfahrer, die den Anstieg bis zum Ende des Geröllfelds durchziehen.