Nouvelle-Aquitaine ist die größte Region Frankreichs, und das zeigt sich in der Vielfalt dessen, was sie fürs Radfahren bietet: die symbolträchtigsten Pyrenäenpässe der Tour de France im Süden, ein nahezu flacher atlantischer Küstenstreifen im Norden und das Périgord-Kalksteinplateau dazwischen. Diese Auswahl durchquert bewusst diese drei Register, statt sich auf einen einzigen Sektor zu konzentrieren.
1. Col d’Aubisque, Pyrénées-Atlantiques
Einer der regelmäßigsten Pyrenäenpässe im Programm der Tour de France seit 1910, mit einer in den Fels geschlagenen Straße auf ihren letzten Kilometern, die selbst mit dem Auto beeindruckend bleibt. Ein anspruchsvoller Anstieg, für bereits bergerfahrene Radfahrer.
2. Col d’Ispéguy, Baskenland
Ein kürzeres und zugänglicheres Profil als der Aubisque: 10,5 km und 500 Höhenmeter ab Saint-Étienne-de-Baïgorry, durch das grüne Tal der Aldudes. Der Pass markiert die Grenze zu Spanien, ein deutlicher Landschaftswechsel zwischen den beiden Seiten.
3. Gravel im Périgord noir, ab Sarlat
Das Périgord-Kalksteinplateau kombiniert Waldwege mit klassifizierten Dörfern aus Goldstein, mit Sarlat selbst als verdientem Ausgangs- und Endpunkt eines Besuchs. Ein Terrain, das zwischen flüssig und steinig wechselt, ohne jemals die Anforderung der großen Gravel-Strecken des Südostens zu erreichen, für eine Tagestour gedacht.
4. Île de Ré mit der Familie, Charente-Maritime
Etwa hundert Kilometer vollständig vom Verkehr getrennte Radwege auf einer nahezu flachen Insel, mit Salzwiesen und Dörfern mit grünen Fensterläden als Kulisse. Ein Rahmen, der einer der beruhigendsten der atlantischen Küste für noch eingeschränkt selbstständig fahrende Kinder bleibt.
5. Marais Poitevin mit der Familie, ab Coulon
Das “grüne Venedig” lässt sich ebenso gut mit dem Boot wie mit dem Rad entdecken, auf flachen Treidelpfaden entlang der Kanäle zwischen Coulon, Arçais und Damvix. Etwa dreißig Kilometer ohne nennenswerten Höhenunterschied, eine gute Alternative zur Île de Ré für alle, die einen intimeren Rahmen als die Küste suchen.
Den Aufenthalt organisieren
Die Pyrénées-Atlantiques (Aubisque, Ispéguy) bilden einen zusammenhängenden Bergpol, eventuell kombinierbar mit einem Abstecher ins küstennahe Baskenland. Weiter im Norden kombinieren sich die Île de Ré und der Marais Poitevin natürlich in der Charente-Maritime und den Deux-Sèvres. Das Périgord, zentraler gelegen, eignet sich gut als Zwischenetappe oder eigenständiger Aufenthalt.