Umbrien, das “grüne Herz Italiens” genannt, bietet mit der Via Verde Assisi-Spoleto eine der angenehmsten Familienrouten des Landes: eine ehemalige Eisenbahntrasse, umgewandelt in einen Radweg fernab jeglichen Verkehrs, zwischen zwei zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Städten.
Eine Bahntrassenroute durch die umbrische Landschaft
Von Assisi aus, der Geburtsstadt des heiligen Franziskus, berühmt für ihre Basilika, folgt der Weg dem Verlauf der ehemaligen Ferrovia Centrale Umbra Richtung Spello, einem mittelalterlichen Dorf aus rosafarbenem Stein, dann weiter nach Foligno, bevor er über Trevi und Campello sul Clitunno bis nach Spoleto führt. Das Gefälle, geerbt vom ursprünglichen Bahnprofil, bleibt über die gesamte Strecke nahezu flach.
Einige kurze, beleuchtete Tunnel prägen das Ende der Strecke bei der Annäherung an Spoleto und verleihen dem Ausflug einen bei Kindern beliebten Hauch von Abenteuer, ohne eine wirkliche Schwierigkeit darzustellen.
Wie man die Familientour angeht
Mit insgesamt rund 50 km und gerade einmal 150 Höhenmetern über die gesamte Strecke eignet sich dieser Weg für eine Tagesausfahrt oder, für jüngere Kinder, für eine kürzere Teilstrecke zwischen Assisi und Spello. Da der Weg vollständig vom Verkehr getrennt ist, eignet er sich auch für Kinder, die bereits ab 6-7 Jahren selbstständig fahren.
Wann hinfahren
Die ideale Zeit erstreckt sich von April bis Oktober. Der Frühling bietet eine besonders grüne Landschaft und angenehme Temperaturen zum gemeinsamen Radfahren mit der Familie; der umbrische Sommer kann zur Mittagszeit heiß werden, erreicht jedoch nicht die Temperaturen Süditaliens.
Gut zu wissen
Assisi, ein bedeutendes touristisches Ziel Umbriens, bietet eine große Auswahl an Unterkünften, mit mehreren Bahnhöfen entlang der Strecke (Spello, Foligno), die es erlauben, mit dem Zug zurückzufahren, ohne mit dem Rad bis zum Ausgangspunkt zurückkehren zu müssen.