Der Puy Mary überragt das Herz des Cantal-Massivs, ein spektakuläres Überbleibsel eines der größten Vulkane Europas, heute zu einem sternförmigen Tälergeflecht erodiert. Der Pas de Peyrol, ein Passstraße am Fuß des Gipfels, ist der höchste mit dem Rad erreichbare Punkt im Cantal und als Grand Site de France klassifiziert.
Das Profil ab Mandailles-Saint-Julien
Von Mandailles-Saint-Julien aus sind es 12 km bei 700 Höhenmetern, im Schnitt 5,8 % — ein weniger extremes Profil als bei den großen Alpen- oder Pyrenäenpässen, aber anstrengend genug für eine echte Tour. Die Straße windet sich zunächst durch das Fournon-Tal, bevor sie sich zu für den Cantal typischen Höhenweiden mit Burons (alte Almhütten) öffnet.
Die Landschaft am Gipfel, auf 1589 m, bietet einen 360°-Blick auf den sternförmig vom Puy Mary ausstrahlenden Kranz glazialer Täler — eine in Frankreich einzigartige vulkanische Geografie, die schon in den letzten Kilometern von der Straße aus gut sichtbar ist.
Wie man die Tour angeht
Das gleichmäßige Profil dieser Auffahrt erlaubt ein einfaches Kräftemanagement: keine markanten Steigungswechsel, ein konstanter Rhythmus funktioniert gut. Der auf diesem exponierten Massiv häufige Wind kann sich in den letzten 2-3, offeneren Kilometern deutlich verstärken.
Am Pas de Peyrol angekommen, führt ein ausgebauter Fußweg (etwa 20 Minuten, mit Radschuhen machbar, aber mit Wechselschuhen komfortabler) zum Gipfel des Puy Mary selbst, für ein noch weiteres Panorama.
Wann hinauffahren
Die Straße ist im Winter meist durch Schnee gesperrt, mit einer je nach Schneelage variierenden Öffnung. Die sicherste Zeit reicht von Mai bis Oktober, mit einem touristischen Besucherhöhepunkt im Juli-August auf diesem klassifizierten Gelände — ein früher Start vermeidet sowohl die Hitze als auch den Andrang der mit dem Auto anreisenden Besucher.
Gut zu wissen
Mandailles-Saint-Julien, ein kleines Dorf am Fuß der Auffahrt, bietet eine bescheidene, aber ausreichende Unterkunftsauswahl; Salers, eines der “schönsten Dörfer Frankreichs” in der Nähe, ist eine komfortablere Basis für einen mehrtägigen Aufenthalt im Cantal.

