Der Morvan, ein isoliertes Granitmassiv im Herzen Burgunds, steht in deutlichem Kontrast zu den Weinlandschaften, die den Ruf der Region prägen: dichte Wälder, Stauseen und tief eingeschnittene Täler, auf einem Terrain, das zu den anspruchsvollsten des Katalogs außerhalb der Alpen- und Pyrenäenmassive zählt.
Ein anspruchsvolles Waldmassiv
Ab Château-Chinon, einer ehemaligen Unterpräfektur auf einem Granitvorsprung, führt die Route in den Regionalen Naturpark Morvan in Richtung Haut-Folin, dem mit 901 m höchsten Punkt des Massivs. Rechnen Sie mit etwa 60 km und 1100 Hm — eine Zahl, die für ein Massiv mit derart bescheidener Höhe oft überrascht, eine direkte Folge des stark zerklüfteten Granitreliefs.
Die Strecke führt an mehreren Stauseen vorbei, darunter der Lac de Pannecière, die willkommene Pausen auf einer ansonsten recht anstrengenden Tour bieten.
Wie man die Tour angeht
Ein breiter Gravel-Reifen (40-42mm) ist auf diesem Terrain vorzuziehen, das zwischen steinigen Forstwegen und stellenweise technischeren Pfaden wechselt. Verpflegungsstellen werden innerhalb des Massivs rar — ausreichende Vorräte an Nahrung und Wasser für den Tag sollten eingeplant werden.
Wann hinfahren
Von Mai bis Oktober, wobei das zeitige Frühjahr zu vermeiden ist, in dem manche Forstwege nach der Schneeschmelze und den saisonalen Regenfällen noch matschig bleiben.
Gut zu wissen
Château-Chinon, eine kleine, im Massiv gelegene Stadt, bietet ein begrenztes, aber für eine Etappe ausreichendes Unterkunftsangebot, mit praktischem Zugang zu den Seen des Morvan, um den Aufenthalt zu verlängern.