Der Mont Aigoual, am Schnittpunkt von Cevennen und Languedoc, ist bekannt für seine kontrastreichen Landschaften und sein historisches Wetterobservatorium am Gipfel — ein Standort, der für einen der höchsten Niederschlagswerte Frankreichs bekannt ist, was besonders dichte Wälder an seinen Hängen entstehen lässt.
Eine Route zwischen Wäldern und offenen Kämmen
Ab Meyrueis, einem typischen Dorf der Jonte-Schluchten, steigt die Route über die DFCI-Waldpisten (breite, rollfreudige Feuerschutzwege), die das Massiv durchziehen, bevor sie die offenen Kämme des Mont Aigoual erreicht, wo sich die Landschaft radikal ändert: 360°-Blick auf die Cevennen, den Mont Ventoux bei klarem Wetter und manchmal bis zu den Pyrenäen.
Die Abfahrt kann über Valleraugue erfolgen, eine steilere und steinigere Seite, für eine vollständige Runde von etwa 72 km und 1600 Höhenmetern — eine anspruchsvolle Tour, die eine gute körperliche Verfassung und ein sorgfältiges Verpflegungsmanagement erfordert.
Wie man die Tour angeht
Das unebene Profil und die für eine Gravel-Tour hohe Kilometerzahl machen dies zu einer ernsthaften Unternehmung: besser mehr Wasser- und Nahrungsreserven einplanen als auf einer vergleichbaren Route im Flachland, da Versorgungspunkte nach Meyrueis selten sind. Ein breiter Reifen (40-45mm) mit griffigem Profil wird für die steinigeren Abschnitte Richtung Valleraugue empfohlen.
Das sommerliche Waldbrandrisiko kann im Juli-August zu vorübergehenden Sperrungen bestimmter Waldpisten führen — vor der Abfahrt in der trockenen Hochsaison vor Ort erkundigen.
Wann hinfahren
Frühling (Mai-Juni) und Spätsaison (September-Oktober) bieten die besten Bedingungen: moderate Temperaturen, gute Sicht am Gipfel und geringeres Waldbrandrisiko. Im Winter kann der Gipfel verschneit und die Straße gesperrt sein.
Gut zu wissen
Meyrueis, an den Toren der Tarn- und Jonte-Schluchten, verfügt über eine solide Auswahl an Unterkünften für ein Dorf dieser Größe, mit mehreren an Radfahrer und Wanderer gewöhnten Adressen.
