Die Brenne, genannt “Land der tausend Teiche”, ist ein weites Tonplateau im Süden der Indre, übersät mit Wasserflächen, die schon im Mittelalter zur Fischzucht angelegt wurden. Der Regionale Naturpark, der diese Landschaft heute schützt, bietet ein untypisches Gravel-Terrain: weder Berg noch Küste, sondern ein Mosaik aus Teichen, Heideland und Wäldern, verbunden durch ruhige Wege.
Eine Strecke zwischen Teichen und Heideland
Ab Mézières-en-Brenne schlängelt sich die Strecke zwischen den bekanntesten Teichen des Parks — darunter der Étang de la Mer Rouge und der Étang Ricot — auf einem Mix aus ländlichen Wegen und wenig befahrenen kleinen Straßen. Rechnen Sie mit etwa 55 km für eine vollständige Runde, mit nahezu keinem Höhenunterschied, was sie zu einer der flüssigsten Touren im Katalog macht.
Die Landschaft wechselt ständig: Schilfgürtel, Heideland, Eichenwälder und Teichdämme wechseln sich auf insgesamt flachem, aber nie eintönigem Terrain ab.
Wie man die Tour angeht
Der überwiegend befestigte oder auf kleinen Straßen verlaufende Belag eignet sich gut für einen klassischen Gravelreifen von 38-40mm ohne zu aggressives Profil. Verpflegungsstellen sind häufiger als im Gebirge, da die Brenne mehrere Dörfer auf der Strecke zählt.
Das Maison du Parc in Rosnay bietet detaillierte Karten der erlaubten Wege — nützlich, um die Route je nach Tageslaune anzupassen, da einige Sektoren des Naturschutzgebiets zum Schutz der Tierwelt für den Verkehr gesperrt sind.
Wann hinfahren
Von April bis Oktober, mit einer Vorliebe für den Frühling zur Beobachtung der Brutvögel und den Herbst für den Vogelzug. Der Sommer bleibt befahrbar, ist aber tierwelt-technisch weniger interessant, da die meisten Arten dann weniger sichtbar sind.
Gut zu wissen
Mézières-en-Brenne, kleiner zentraler Ort des Parks, bietet eine begrenzte, aber für eine Etappe ausreichende Auswahl an Unterkünften, mit mehreren auf Ökotourismus und Naturbeobachtung ausgerichteten Adressen.