Der Galičica-Pass durchquert den gleichnamigen Nationalpark zwischen dem Ohrid- und dem Prespasee und bietet eine der spektakulärsten Auffahrten des Balkans: Am Gipfel genügt ein einziger Blick, um zwei bedeutende, nur wenige Kilometer voneinander entfernte Seen zu erfassen.
Ein kurzer, aber unverblümter Anstieg
Ab Ohrid steigt die Straße über etwa 15 km bei 730 Höhenmetern, von 860 m auf 1.590 m am Pass, mit einem Durchschnitt von rund 5 %, der deutlich steilere Passagen mit stellenweise bis zu 14 % verbirgt. Die schmale, aber gut asphaltierte Fahrbahn schlängelt sich durch einen dichten Wald, bevor sie auf offene Bergweiden mündet.
Zwei Seen, ein einziger Pass
Der Nationalpark Galičica nimmt den schmalen Gebirgsstreifen zwischen dem Ohridsee, einem als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuften Juwel, und dem Prespasee ein, der zwischen Nordmazedonien, Albanien und Griechenland geteilt wird. Vom Gipfel des Passes aus erstreckt sich der Blick gleichzeitig über beide Gewässer, ein seltenes Panorama, das den Ruf dieser Straße bei Radfahrenden und Motorradfahrenden der Region begründet.
Ein außergewöhnliches Naturschutzgebiet
Das Galičica-Massiv ist für seinen botanischen Endemismus bekannt, mit mehreren Pflanzenarten, die nur auf diesem einen Gebiet vorkommen, Ergebnis seiner Isolation zwischen zwei alten Seen. Die diskretere Fauna umfasst mehrere Greifvögel, die in den Kalksteinfelsen nisten, welche die Straße stellenweise säumen.
Gut zu wissen
Die günstigste Saison erstreckt sich von Mai bis Oktober; die Straße kann bei Schneefall im Winter vorübergehend gesperrt sein. Ohrid, die Ausgangsstadt, als UNESCO-Weltkulturerbe für ihr byzantinisches Architekturerbe klassifiziert, verdient einen Zwischenstopp vor oder nach der Tour.