Der Col de Menté verdankt seine Bekanntheit einer der dramatischsten Episoden der Tour-de-France-Geschichte, die sich 1971 während eines denkwürdigen Gewitters in seiner Abfahrt ereignete.
Ein anhaltender Anstieg durch den Wald
Von Saint-Béat aus sind es 9,2 km bei 801 Höhenmetern, im Schnitt 8,7 %, auf einer schmalen Waldstraße, die in gleichmäßigen Serpentinen bis zum Gipfel auf 1.349 m hinaufführt.
Der Sturz von Ocaña, 1971
Bei der 14. Etappe der Tour de France 1971 führte Luis Ocaña das Rennen mit über sieben Minuten Vorsprung an, als Eddy Merckx in der Abfahrt des Col de Menté bei sintflutartigem Regen attackierte. Merckx stürzte und riss Ocaña mit sich; der verletzte Spanier musste aufgeben, und Merckx gewann am Ende diese Tour. Ocaña musste bis 1973 warten, um endlich seinen Gesamtsieg zu erringen.
Wie man die Tour angeht
Gut eingestellte Bremsen zählen hier ebenso viel wie die Beine: Die Waldstraße kann noch lange nach Regen feucht bleiben – eine Erinnerung an die Vorsicht, die in der historischen Abfahrt des Passes geboten ist.
Wann hinauffahren
Von April bis Oktober: Die Straße ist bereits ab dem Frühling befahrbar, kann aber unter dem Blätterdach nach einem Gewitter rutschig bleiben – eine Parallele zu der Episode, die sie berühmt gemacht hat.
Gut zu wissen
Der Col de Menté lässt sich gut mit dem nahegelegenen Col de Portet-d’Aspet zu einer anspruchsvollen Rundtour durch das Comminges kombinieren, die zwei bedeutende Orte der pyrenäischen Radsportgeschichte vereint.