Die Aurlandsfjellet, die den Aurlandsfjord mit dem Bergplateau über dem Sognefjord verbindet, trägt den Beinamen „Schneestraße“ und zählt zu den spektakulärsten nationalen Touristenstraßen Norwegens, für Radfahrende vom späten Frühling bis zum Herbst geöffnet.
Der Anstieg
Von Aurland auf Meereshöhe am Ende des Fjords steigt die Straße über 16,2 km bis auf ein Plateau auf über 1.300 m, mit rund 1.250 Höhenmetern bei durchschnittlich 7,7 %, mit Abschnitten bis zu 9 %. Die Strecke verlässt rasch die Vegetation und mündet in eine mineralische Tundralandschaft, die selbst im Hochsommer von beständigen Schneefeldern durchzogen ist.
Wie man die Tour angeht
Die Anstrengung ist lang und gleichmäßig statt brutal: Das Tempo lässt sich über die Dauer gut einteilen, doch Wind und Temperaturschwankungen in der Höhe verlangen angepasste Kleidung, selbst bei schönem Wetter am Start. Der Abstecher zur Plattform von Stegastein, wenige Kilometer nach dem unteren Streckenabschnitt, lohnt eine Pause.
Wann hinauffahren
Von Ende Mai bis Oktober, da die Straße im Winter wegen der Schneelage gesperrt ist: Die sichersten Bedingungen liegen zwischen Juni und September. Der Abschnitt zwischen Flåm und Stegastein bleibt ganzjährig befahrbar.
Gut zu wissen
Aurland und das benachbarte Dorf Flåm, Ausgangspunkt der berühmten Bergbahn, bieten alle nötigen Dienstleistungen vor dem Start. Das windige, karge Gipfelplateau kontrastiert stark mit der üppigen Vegetation des Fjords darunter, bevor es hinab nach Lærdal auf der Sognefjord-Seite geht.
